Spannende Zeitzeugen-Gespräche

In ihrem beruflichen Leben haben Irena Szczurek (links) und Mikolaj Sklodowski (Zweiter von rechts) in Polen als Mathematik-Lehrer gearbeitet, doch bei ihrem Besuch am Gymnasium Leoninum in Handrup haben die beiden polnischen Zeitzeugen und Holocaust-Überlebenden eine eindrucksvolle Geschichtsstunde gegeben, wie sie kein anderer Geschichtslehrer hätte geben können.

Frau Szczurek berichtete von der Flucht der wohlhabenden jüdischen Familie im Jahr 1939 vor den angreifenden deutschen Truppen, dem Versteck in Ostpolen, dem Leben im Ghetto und schließlich dem Tod von Eltern und Bruder; sie selber konnte nur durch die Hilfe eines ukrainischen Kindermädchens überleben. Herr Sklodowski wurde im Konzentrationslager Ravensbrück, in das man seine Großmutter und seine schwangere Mutter gebracht hatte, geboren. Er hatte Kopien von KZ-Unterlagen (eine Häftlingsliste und die Eintragung seiner Geburt) und einen Talisman von seiner Großmutter dabei.

Insgesamt haben vier polnische Zeitzeugen das Gymnasium Leoninum besucht; ein weiterer Bericht folgt in Kürze.


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