"Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen"

Unterrichtsstunden sollten eigentlich immer „spannend“ sein, doch diese Geschichtsstunde war es in besonderem Maße; deshalb fand sie am vorigen Freitag, dem 9. November, gleich in vierfacher Ausführung nacheinander statt. Schülerinnen und Schüler eines Geschichtskurses des 12. Jahrgangs hatten eine Präsentation zum Ende des Ersten Weltkriegs am 9. November 1918 erstellt. Diese 40-minütige Präsentation wurde den einzelnen Jahrgängen 6 – 9 in der Aula des Gymnasiums Leoninum gezeigt.

Eindrücklich still wurde es, wenn die Vortragenden in die nüchternen Fakten des Weltkrieges hinein immer wieder Auszüge aus Feldpostbriefen gefallener Soldaten vorlasen. Ein kurzes Video über den Lingener Soldaten Heinrich Lagemann zeigte, dass der Erste Weltkrieg eben nicht nur in Frankreich und Russland stattfand, sondern auch ein wichtiges Stück emsländischer Heimatgeschichte ist.

Informationen über weitere Ereignisse des 9. November (1923 Hitler-Putsch; 1938 Reichspogromnacht; 1989 Fall der Berliner Mauer) sowie Betrachtungen über Erinnerungskultur und den schwierigen Umgang mit einem schwierigen Datum rundeten die Präsentation ab.

Der vielleicht berührendste Moment in dieser spannenden Geschichtsstunde war, als eine Schülerin den Namen und das Alter eines gefallenen Soldaten nannte: „Achtzehn Jahre. – So alt sind die meisten aus unserem Geschichtskurs.“

 

 

 

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