Beeindruckende Zeitzeugen

Spannende Gäste durfte am Freitag das Gymnasium Leoninum begrüßen: Auf Vermittlung der Maximilian-Kolbe-Gesellschaft (Freiburg) und des Ludwig-Windthorst-Hauses (Lingen) besuchten drei polnische Überlebende des nationalsozialistischen Konzentrationslagers Auschwitz die Schule. Deshalb soll an dieser Stelle zunächst dem Organisator (und Chauffeur) der Gruppe Herrn Markus Wellmann vom LWH sowie den Helfern und Dolmetschern, darunter unser ehemaliger Schüler Marc Radtke, herzlich gedankt werden!

Nach einer Begrüßung durch Herrn Hanneken in seinem Büro trafen sich Frau Barbara Pankowska, Frau Halina Brzozowska-Zdunczyk und Frau Elzbieta Podbielska in drei Räumen (bei der Konzeption dieser Zeitzeugen-Gespräche wird bewusst auf kleinere Schülergruppen gesetzt) mit zwei Klassen des 10. Jahrgangs sowie einem Religionskurs aus dem 11. Jahrgang.

So berichtete z. B. die 85-jährige Frau Barbara Pankowska darüber, wie sie als junges Mädchen aus Warschau nach Auschwitz-Birkenau deportiert und dort von ihrer Mutter getrennt wurde. Sie erzählte von den Grausamkeiten des Lagerlebens und der Rettung durch die Rote Armee.

Bei der Fragerunde im Anschluss an den Bericht interessierte die Schülerinnen und Schüler besonders, wie sie es denn geschafft habe, nach dem Krieg den Deutschen gegenüberzutreten. „Es hat lange Zeit gedauert, bis ich das geschafft habe.“ meinte sie und sagte, dass sie schon damals überzeugt davon war, dass nicht alle Deutschen auch Täter waren. Zudem habe ihr Glauben ihr geholfen, dass sie nun für Verständigung und Einheit eintrete.

Bei einem Abschlussgespräch im Refektorium waren sich die Gäste und die begleitenden Lehrer mit Herrn Hanneken einig, dass wir eine sehr lohnende und gelungene Veranstaltung erleben durften. Beide Seiten haben die Hoffnung geäußert, dass es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben wird.

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