„Werde Frosch, aber sei kein Frosch!“

Solche oder ähnliche Ratschläge bekommt Tabaluga, der kleine grüne Drache, zuhauf auf seiner Reise zur Vernunft. Leo ́s Voice Kids, Schülerinnen und Schüler im Neigungsfach der Jahrgänge 5 und 6, brachten diese Reise des kleinen grünen Drachen in der Aula des Gymnasium Leoninum zur Aufführung. Unter der Leitung von Benno Hüer und Anke Kenning studierten die Schülerinnen und Schüler mit viel Spaß uIMG-20160410-WA0010nd Freude, aber auch in intensiver Probenarbeit, dieses Musical ein. Ab September probten zunächst die 5er- und  die 6er-Klassen jeweils für sich und am Ende wurde in mehreren Gesamtproben alles zusammengefügt. Tabaluga bekommt vom Drachenvater Tyrion den Auftrag, sich auf die Reise zur Vernunft zu machen.

Dabei zeigte Jana Kenning als Tabaluga nicht nur ihre gesanglichen Qualitäten, sondern auch eine große Bühnenpräsenz. Aber auch die anderen Hauptfiguren waren gut gewählt: So stellte Elisa Höving sehr gut den weisen Drachenvater Tyrion dar, Emily Schräer verlieh dem Mond eine ausdrucksstarke Stimme, Laetita Korte bzw. Nele Deters erzeugten durch ihre Interpretation des Baum-Songs eine besondere Stimmung, Beeke Sunder / Sophia Wagner verkörperten den Riesen Grykolos mit einer sonoren, weisen Stimme, Emma Behling, als Feuersalamanderweibchen Pyromella, überzeugte durch ihren frischen Gesang und das Duett mit Jana Kennig (Tabaluga) war sicherlich ein besonderes Erlebnis im Musicals. Beide nutzen den Steg, der ins Publikum führte, und somit war die Verbindung zwischen Darsteller und Zuschauern noch intensiver.

Auch der Storch (Pauline Spille) nutzte diesen Steg und nahm Tabaluga mit auf die Reise zur Meeresschildkröte Nessaja. Melia Beitz als Nessaja interpretierte diese Schildkröte in demütiger, aber doch weiser Haltung und alle Darsteller stimmten dann in der dritten Strophe des berühmten „Nessaja-Songs“ („Ich wollte nie erwachsen sein“) mit ein. Besonders gelungen waren auch die Ensemble-Szenen. So stampften die Ameisen in Marschformation durch die gesamte Aula nach vorn auf die Bühne und erzählten von ihrem harten, disziplinierten Arbeitsleben. Musikalisch zeigte sich hier eine Mischung aus Rap und melodiösem Gesang, der immer wieder durch den Marschrhythmus des Schlagzeugs unterbrochen wurde.

Auch die Kaulquappen und Delphine waren „Eyecatcher“ bei dieser Aufführung. Die Darsteller mussten dabei Gesang und Bewegung miteinander verbinden, was ausgezeichnet gelang. Sehr fantasiereich und mit dem Blick für das Detail waren die Kostüme und die choreographische Gestaltung dieser Ensembleszenen durch Anke Kenning entworfen und geplant worden und erzeugten in diesen Szenen, in Ergänzung mit der Lichttechnik, eine faszinierende Stimmung. Alle Szenen wurden miteinander verknüpft durch die Sprecherin Ella Stickamp, die ruhig und deutlich durch die Geschichte führte.

Einen großen Beitrag zum Gelingen des Musicals leistete die Band. Schlagzeug (Axel Adam), E-Gitarre (Nikolas Wintering) und E-Piano (Benno Hüer) waren sehr gut aufeinander abgestimmt und erfüllten die Aula mit einem satten Sound und einem perfekten Groove.

Damit dieses Musical in seiner Gesamtheit gelingen konnte, dafür war sicherlich auch die ausgezeichnete Technik verantwortlich. Matthias Escher und Jonas Meyer hatten mit sehr großem Engagement schon Tage vorher die „Light and Sound“ – Technik installiert und sorgten mit großer Souveränität an den Tagen der Aufführungen für den richtigen Ton und
das richtige Licht. Am Ende sei noch erwähnt, dass nicht nur die Aufführungen selbst, sondern auch die Arbeiten am Musical im Vorfeld viel Spaß gemacht haben, und dass durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Anke Kenning (Mutter und Musikerin) und Benno Hüer (Musiklehrer) in der Gesamtleitung ein solches Projekt gelingen konnte.

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