Unternehmeralltag statt Schulunterricht - 7. Wirtschaftsplanspiel MIG für Schüler des Leoninums

Handrup (eb) – Vor wenigen Tagen war es wieder soweit: Für 23 Schüler der Jahrgänge 10–12 des Leoninum Handrup fiel eine Woche lang der Unterricht aus. Stattdessen standen Unternehmeralltag und komplexe Wechselwirkungen zwischen Einzelunternehmen und Gesamtwirtschaft auf dem Programm, denn der Industrielle Arbeitgeberverband Osnabrück–Emsland–Grafschaft Bentheim hatte für die Gymnasiasten bereits zum 7. Mal das fünftägige Wirtschaftsplanspiel „Management Information Game“ (MIG) organisiert.

Aus den Schülern wurden im Rahmen der Planspielsimulation vorübergehend Vorstandsmitglieder von drei fiktiven konkurrierenden Aktiengesellschaften, die sie durch die Höhen und Tiefen der Marktwirtschaft zu führen hatten.

Als Gastgeber der Planspielwoche engagierte sich zum 2. Mal die Volksbank Süd-Emsland. Weitere Mitwirkende, die dazu beigetragen haben, dass Wirtschaft hautnah erlebbar gemacht wurde, waren das Unternehmen August Storm, die Unternehmensberatung Peter Böcker, das Unternehmen Eichholz Silo- und Anlagenbau , das Unternehmen Josef Jasper, die Maschinenfabrik Bernard Krone und die Samtgemeinde Spelle. Auch die Agentur für Arbeit unterstützt das Projekt.

Zum zehnstündigen Unternehmensalltag gehörten Entscheidungen über Fertigung, Einkauf und Personal ebenso wie Preiskalkulation und Bilanzierung. Richtig spannend wurde es für die Vorstände aber am Donnerstagabend: Vor geladenen Gästen aus Wirtschaft und Schule galt es, die jeweiligen Brillen, für deren Produktion sich die gesamte Gruppe entschieden hatte, inklusive eines stimmigen Marketingkonzept bestmöglich zu präsentieren.

Das Rennen im Rahmen des Votums machte in der Filiale Spelle die Kiek AG, die die Gäste u. a. mit Anti-Beschlagformel, Lotus-Effekt, installierter Kamera und per Smartphone steuerbaren Farbwechseln der Gestelle von ihren Brillen überzeugte. Sie erhielt vor der Durchblick AG und der New Vision AG die meisten Stimmen.

Zum Abschluss hatten die Gäste dann wiederum Gelegenheit, den Jungunternehmern über die Schulter zu schauen, als diese einen kurzen Einblick gaben, welche Entscheidungen im Rahmen einer Spielrunde in diesem computergestützten Planspiel zu treffen sind.

Nachdem die Schüler am Ende der Woche auch noch die Hauptversammlungen überstanden haben, ist nun wieder der Schulalltag eingekehrt. Doch schon jetzt hat die Schule signalisiert, auch im nächsten Jahr bis zu 24 Zehnt- bis Zwölftklässlern gerne die Möglichkeit zu geben, auf diese spielerische Art und Weise Volks- und Betriebswirtschaft näher kennenzulernen. (Jana Billigmann, Industrieller Arbeitgeberverband Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim)

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