Schülerakademie im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen vom 26.-30.10.2015

Bereits kurz nachdem wir die Möglichkeit entdeckt hatten, im Rahmen der diesjährigen Schülerakademie in Lingen mit 60 anderen motivierten Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis Emsland und der Grafschaft Bentheim in eine Berufsrichtung, für die wir uns bereits vorher schon interessiert hatten, hineinschnuppern zu können, zögerten wir nicht lange und nahmen dieses Angebot dankend an.

Wenn man bedenkt, dass man nur noch eineinhalb Jahre zur Schule geht, darf man sich durchaus schon Gedanken darüber machen, womit man nach der Schule seine Zeit sinnvoll und zielgerichtet verbringen möchte. Eigentlich schon mental im „Ferienmodus“ angekommen, machten wir uns zu Beginn der zweiten Herbstferienwoche im Oktober 2015 samt Gepäck und einer Menge Vorfreude auf den Weg zum Ludwig-Windthorst-Haus nach Lingen-Holthausen, um dort an der diesjährigen Schülerakademie teilzunehmen.

Nachdem wir zuvor schon einen detaillierten Ablaufplan erhalten hatten, wollten wir endlich wissen, welche Inhalte sich hinter den aufgeführten Weiterbildungsangeboten verbergen würden. Zu Beginn versammelten wir uns in der Aula des LWH. Dort wurden wir freundlich begrüßt und es wurden diverse Formalia vorgestellt und besprochen, welche eben nötig sind, um eine solche Seminarwoche erfolgreich und vor allem mit Spaß an den Themen zu absolvieren.

Anschließend fanden wir uns in den von uns gewählten Workshops zusammen. Zwei von uns fünf Schülerinnen und Schülern vom Leoninum in Handrup belegten den Workshop „Einführung in das Strafrecht“, zwei weitere den Workshop „Rhetorik und Kommunikation“ und ein Schüler den Workshop „Ethik in der Medizin“.

Die Strafrechtler lösten Fallbeispiele unter Berücksichtigung der juristischen Methoden, die Rhetoriker lernten, wie man vor einem großen Publikum authentisch und selbstsicher auftritt, und die Medizinethiker beschäftigten sich zum Beispiel mit den Themen Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe. Schüler anderer Schulen nahmen außerdem noch an den Workshops „Diversity und interkulturelle Kommunikation“, „Programmierung mit Java 8“ und „CAD-Rapid-Prototyping“ teil. Wer viel denkt, muss auch viel Energie zu sich nehmen. Das wussten natürlich auch die Verantwortlichen, welche uns morgens, mittags und sogar nachmittags und abends mit reichlich Essen und Trinken versorgten. Man munkelt, dass die einen oder anderen nach den fünf Tagen sogar zwei oder drei Kilo mehr auf den Rippen hatten…

Die Workshops und Pausen waren zeitlich sehr gut organisiert, sodass man nie zu lange mit dem anstrengenden Denken und Tüfteln beschäftigt war, sondern immer rechtzeitig eine Auszeit nehmen konnte. Die Pausen nutzten wir, um uns zu entspannen, aber auch um mit den Referentinnen und Referenten zu diskutieren, welche immer ein offenes Ohr für unsere Fragen und Anregungen hatten. Somit kristallisierte sich ein immer klareres Bild des jeweiligen Berufsfeldes heraus. Des Weiteren machte man natürlich auch neue Bekanntschaften mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen, man tauschte sich aus oder lachte miteinander. Abends klang der Tag immer durch ein geselliges Beisammensein in den Räumlichkeiten des LWH aus; man schaute zum Beispiel Fußball, spielte oder redete miteinander. Ein besonderer Abend wurde zudem durch einen Vortrag dazu genutzt, die Welt des Internet noch genauer und mit kritischerem Blick kennen zu lernen. Außerdem stand an einem der Seminartage eine Exkursion zu den Firmen Kampmann, Rosen oder Neuenhauser Maschinenbau auf dem Programm. Durch einen praxisorientierten Vortrag in den Firmen bekam man zum Beispiel Informationen darüber, welche Arbeits- oder Praktikumsmöglichkeiten diese bieten und wie die Arbeitswelt in den jeweiligen Firmen aussieht. Abgerundet wurde der Besuch der Firmen mit einem Rundgang durch die Produktionshallen, welcher einen direkten Einblick in die Arbeits- und Produktionsprozesse bot.

Der letzte Tag der bislang vielleicht wichtigsten Woche für unsere Berufswahl endete mit einer offiziellen Präsentation der Ergebnisse der jeweiligen Workshops, an der unter anderem Eltern, Politiker, Schulleiter und Lehrer teilnahmen.

Jens Gieseke, Mitglied des Europäischen Parlaments, betonte in seiner Rede, wie wichtig es sei, dass sich Schüler außerhalb der Schule engagieren und weiterbilden würden. Dem können wir nichts hinzufügen. Abschließend lässt sich sagen, dass diese Woche eine sehr wichtige Erfahrung und Bereicherung für unsere berufliche Orientierung darstellte. Somit sind wir in unserer Berufswahl einen deutlichen Schritt vorangekommen.

(Schülerbericht von Daniel Kenning, Jg. 11)

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