Impuls zu Fastenzeit - Woche 1 - Aufbruch

Sonnenaufgang über Handrup

Neulich, am Boden
Ich: Guten Tag, ich möchte fliegen lernen.
Engel, abschätzender Blick: Das geht nicht.
Ich (verblüfft): Warum nicht?
Engel, deutet auf meinen Kopf: Zu viel Ballast.
Ich: Dafür kann ich nichts!
Engel: Das sagen alle. Aber gut, lassen Sie mal schauen…die Angst hier. Die ist doch ganz schön alt. Haben Sie die etwa konserviert?
Ich: Die brauch ich noch. Man weiß ja nie…
Engel: Und diese Lügen, was ist mit denen?
Ich, trotzig: Die sind für den Notfall.
Engel: Und was haben wir dahinten?
Ich: Ach, da. Das ist meine Bequemlichkeit.
Engel, Stirnrunzeln
Ich, verteidigend: Ich mag es eben, wenn alles bleibt, wie es ist. Was ist daran falsch?
Engel: Sie müssen sich schon entscheiden, was sie wollen!
Ich: Kann ich nicht erst einmal eine Probestunde machen?
Engel: Tut mir leid, leben auf Probe geht nicht.
Ich: Aber ich will doch nur fliegen.
Engel: Das kommt auf´s selbe raus. Also?
(Susanne Niemeyer)

 

Wenn du zum Tor des Lebens gelangen willst, musst du aufbrechen, einen Weg suchen, der auf keiner Karte verzeichnet und in keinem Buch beschrieben ist.
Dein Fuß wird an Steine stoßen, die Sonne wird brennen und dich durstig machen, deine Beine werden schwer werden.
Die Last der Jahre wird dich niederdrücken.
Aber irgendwann wirst du beginnen, diesen Weg zu lieben, weil du erkennst, dass es dein Weg ist. Du wirst straucheln und fallen, aber die Kraft haben, wieder aufzustehen. Du wirst Umwege und Irrwege gehen, aber dem Ziel näher kommen. Alles kommt darauf an, den ersten Schritt zu wagen. Denn mit dem ersten Schritt gehst du durch das Tor. (Wolfgang Poeplau, Conrad Contzen)

Was soll in sieben Wochen anders sein?

 

 

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