Ora et Labora im Kloster Handrup

  • Regelmäßig traf sich die Gruppe während des Klosterwochenendes im Meditationsraum der Schule.

Von Ende April bis Ende Mai erstrecken sich die schriftlichen Abiturprüfungen, die mündlichen folgen wenige Tage später. In den Wochen zuvor geht es darum, sich den Lernstoff erneut vor Augen zu führen, zu wiederholen und einzuprägen. Da kann es durchaus hilfreich sein, sich dem einen Thema in der Gruppe zu widmen, andere Inhalte jedoch individuell und ganz ungestört zu rekapitulieren. Geschieht dies zumeist zu Hause oder bei Freunden, so hatten die Zwölftklässler des Gymnasiums Leoninum in Handrup nun die Gelegenheit, sich an einem eher ungewöhnlichen Ort auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten. Unter dem Motto „Ora et labora“ verbrachten einige von ihnen ein Wochenende im Herz-Jesu-Kloster. „Den Schülerinnen und Schülern sollte so die Möglichkeit gegeben werden, um in einer anderen Atmosphäre zur Ruhe zu kommen und sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können“, erklärt Melanie Griep, Lehrerin für Deutsch und katholische Religion. In ihren Händen lagen die Gesamtverantwortung und Organisation des Wochenendes. Ihr zur Seite standen Pater Ricardo, Pater Demetrius und Frater Paulo.

Der Startschuss zum „Lernmarathon“ fiel am frühen Freitagnachmittag und endete am Sonntag mit einem gemeinsamen Mittagessen, zu dem die Handruper Klostergemeinschaft eingeladen hatte. Nicht nur mit dieser Geste wurde deutlich, was das Wochenende insbesondere auszeichnet, nämlich die enge Verbundenheit von Kloster und Schule. Für Schulleiter Franz-Josef Hanneken ist ein derartiges Angebot auch Ausdruck des Schulprofils: „Es darf nicht nur um Leistungsdruck gehen. Beide, Arbeit und Spiritualität, gehören zusammen.“ Getreu dem Motto des Wochenendes waren die Tage in Lern- und Gebetszeiten eingeteilt. Regelmäßig kam die Gruppe im Meditationsraum der Schule zusammen, um hier zu beten, zu meditieren oder sich über existenzielle Fragen des Lebens auszutauschen. Neben den Lernzeiten konnten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus Sport treiben, das schuleigene Hallenbad nutzen und nach einer Eucharistiefeier in der Klosterkapelle mit einem gemeinsamen Filmabend schließlich den Samstag ausklingen lassen. Das Wochenende stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung, nicht nur weil man „viel fürs Abi gelernt“, sondern auch das Leben der Patres „besser kennengelernt“ habe.

(Hermann-Josef Rave)

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