Französische und deutsche Schüler arbeiten gemeinsam an einem Hörspiel über den 1. Weltkrieg

Acht Schülerinnen und Schüler aus unserer Partnerschule in Tours arbeiteten gemeinsam mit Schülern aus dem Seminarfach am Hörspiel zum 1. Weltkrieg. Begleitet wurde die Gruppe von den französischen Kollegen Irmela Jeanson und Pierre Moret.

Beide Gruppen haben zunächst im Vorfeld des Treffens eine fiktive Familie erfunden, die in Tours bzw. im Emsland den 1. Weltkrieg erlebt. Gemeinsam verfassten die Schüler Szenen, in denen Figuren dieser Familien aufeinandertreffen. Anschließend wurden diese Szenen ins Englische übersetzt.

Im Anschluss fuhren die Schüler nach Lingen, um dort gemeinsam im Tonstudio der Ems-Vechte-Welle die Szenen aufzunehmen. Die Aufnahmen machten allen Beteiligten zum einen viel Spaß, viele Szenen mussten zum anderen aber auch mehrmals aufgenommen werden, da die Inhalte teils sehr emotional sind, so wenn Personen im Krieg erschossen werden oder Franzosen und Deutsche sich als Feinde gegenüberstehen.

Für eine Fotoausstellung, die am Ende des Comeniusprojekts im Sommer 2015 in allen vier Partnerschulen (Tours, Tervuren, Sosnowiec und Handrup) gezeigt werden soll, fotografierten die Schüler noch Gräber gefallener Soldaten und Denkmäler zum 1. Weltkrieg in Fürstenau. Dokumentiert werden sollen in der Ausstellungen unterschiedliche Formen des Erinnerns an den Krieg.

Zwei Tage später ging es für die Franzosen leider schon zurück nach Tours. Für die deutschen Schüler lief das Programm noch ein wenig weiter. Die Schüler des Seminarfachs besuchten gemeinsam den Emslandtag in Lingen. Hier wurden in Vorträgen und Workshops die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs im Emsland erarbeitet. Im Anschluss besuchte die Gruppe nach eine Führung durch das Emslandmuseum. Eine hochinteressante Ausstellung schildert hier das Schicksal einzelner Emsländer anhand von Fotos und Briefen während des Krieges.

Ein Wiedersehen in Tours wird es schon im März geben, wenn die deutschen Schüler ihren Gegenbesuch in Frankreich machen.

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