„Diese Schule ist ein Lichtblick für unser Bistum“

  • 15: November 2013: Bischof Dr. Franz-Josef Bode besucht das Leoninum.

Bischof Bode weiht neuen Meditationsraum im Gymnasium Leoninum ein.

Sichtlich begeistert zeigte sich der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode angesichts des Empfangs, den ihm die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Leoninum in Handrup bereitete. Flaggen schmückten das Schulgebäude, und in der Aula bot sich ein imposantes Bild: Hier hatten sich die rund 1200 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften, den Elternvertretern und den Patres des Herz-Jesu-Klosters zu einem gemeinsamen Gottesdienst versammelt, in dessen Rahmen der von Grund auf neu gestaltete Meditationsraum eingeweiht wurde.

Er sei gerne nach Handrup gekommen, betonte der Bischof nach der Begrüßung durch Schulleiter Franz-Josef Hanneken, aber dies nicht nur, weil die Schule mit der Weihe ihres ehemaligen Schülers Johannes Wübbe zum Weihbischof nun „besonders geadelt“ sei. „Von Handrup geht so viel Gutes aus“, erklärte BischofBode, der das Leoninum als „Lichtblick für unser Bistum“ bezeichnete und damit das wesentliche gestalterische Element des neuen Meditationsraumes aufgriff: Licht, das auch in der Geschichte von der Verklärung Jesu auf dem Berg eine entscheidende Rolle spiele. Jesus sei die Erfüllung aller menschlichen Sehnsüchte, ein Lichtblick für alle Menschen. Das Wort des von dieser Erfahrung beeindruckten Petrus („Es ist gut, dass wir hier sind.“) treffe auch für den Meditationsraum zu. Hier könne man auch einmal „mit Jesus alleine sein und die Mauern des Alltags durchbrechen“, erklärte Bischof Bode. Von Gottes Wort „Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören“ seien alle Menschen angesprochen.Er appellierte deshalb an die Anwesenden, sich Jesus zum Vorbild zu nehmen: „Nehmt euch einander an, bildet die Kirche!“ Wenn Schule dazu beitrage, bei Jesus anzukommen, „dann tut sie etwas ganz Wichtiges“, so Bischof Bode abschließend.

Das Konzept des neuen Meditationsraumes erläuterte Architekt Georg Kimmer. Inspiriert vom ersten Schöpfungsbericht hätten in der Planung die Schlagwörter Himmel, Erde und Licht eine große Rolle gespielt, was sich auch in den verwendeten Materialien – die für die Errichtung einer kleinen Trennmauer notwendigen Findlinge wurden von Schülerinnen und Schülern beigesteuert – niedergeschlagen habe. Man habe einen Raum schaffen wollen, den „wir so nicht kennen“, dazu Raumformen, „die nicht definiert sind“, und Wände, „die fließend sind und nicht begrenzen“, vor allem nicht das Licht, „das einfach nur da ist“, so Kimmer. Der Architekt überreichte keinen Schlüssel, sondern einen von ihm gefertigten Engel an Pater Rektor Olav Hamelinjck. Dieser fand herzliche Worte des Dankes für alle an der Realisierung des Projektes Beteiligten. Der Dank von Schulleiter Franz-Josef Hanneken galt im Gegenzug dem Orden der Herz-Jesu-Priester, ohne dessen finanzielle Unterstützung die Realisierung des Projektes nicht möglich gewesen wäre.

Nach dem Gottesdienst nahm sich der Bischof Zeit, um mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen, zunächst auf dem Schulhof, später dann mit dem gesamten Jahrgang zwölf in der Aula, um über tagesaktuelle oder allgemeine theologische Fragen zu sprechen.

Hermann-Josef Rave, Fotos Ulrich Tönnies

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